Montag, 4. Dezember 2017

Herrlich emotional


Rezension zu "Unsere Tage am Ende des Sees" (Linda Winterberg)


Titel:                     Unsere Tage am Ende des Sees 
Autor:                   Linda Winterberg
Verlag:                  Aufbau Verlag
Ausgabe:              Taschenbuch 
Preis:                    12,99€



Seiten:                  432
Sterne:                 4,5





Inhalt:

Als Hanna nach über fünfundzwanzig Jahren ihrer Mutter gegen über steht, keimen wieder die alten Erinnerungen auf, die sie eigentlich vergessen wollte.

Als sie damals ihren Heimatort verließ und ein neues Leben begann, verlor sie auch ihre erste große Liebe, ihren Alexander.
Diese Gedanken quälen sie nun erneut. Denkt er vielleicht noch an sie, begegnen sie sich irgendwann an ihrem Platz am Ende des Sees? Wird sie wieder ein normales Leben, auch mit ihrer Mutter führen können?

Plötzlich schlägt das Schicksal für Hanna erneut hart zu...



Meine Meinung: 

Es ist gar nicht so einfach in Worte zu fassen wie bewegend diese Geschichte doch ist. Gerade auch für mich persönlich, denn viele Szenen bis hin zum Tod von Gabi erinnern mich sehr an meine Vergangenheit mit meiner Mutter. Aus diesem Grunde konnte ich auch meine Tränen einfach nicht zurückhalten und es fiel mir sehr schwer die letzten Seiten noch durch zu lesen.

Linda Winterberg hat es nun zum dritten Mal geschafft mich in eine Welt zu entführen, die realistischer wirkend nicht sein könnte und die einfach auch zum Nachdenken anregt. Die Gefühle, die sie beim Schreiben vermitteln möchte kommen immer zu 100% bei mir an. Ich kann kaum die Seiten überfliegen ohne nicht selber meinen Emotionen zu erliegen. Ich leide mit den Protagonisten mit, ich lache mit ihnen und ich erkenne mich manchmal sogar selbst.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, emotionsgeladen, sehr detailliert, recht einfach gehalten, aber extrem mitreißend und immer für eine Überraschung gut.

Auch wenn eine Person nur kurz auftaucht, schafft sie es meistens schon in mein Herz zu gelangen und dieses Talent haben nicht wirklich viele Autoren. Die Warmherzigkeit der Protagonisten muss man einfach spüren und ebenso die Warmherzigkeit des Schreibstils.

Da man aber zu Anfang das Gefühl hat die Geschichte kommt nicht wirklich voran und auch stellenweise ein wenig uninteressant wirkt, hatte ich erst Bedenken, dass "Unsere Tage am Ende des Sees" nicht mit den beiden anderen Romanen der Autorin mithalten können, aber weit gefehlt.

Auch hier kann man auf zwei Zeitebenen ausdrucksstark miterleben, wie ein Mensch sich entwickeln  und was das Leben für eine Richtung einschlagen kann. Auch die tiefe Liebe zwischen Hanna und ihrem Alex lässt einem niemals los. Eine Liebe kann stark sein und solch eine tiefe Verbundenheit wünscht sich wohl jeder.



Fazit:

Eine wunderbar anrührende und sehr emotionale Geschichte zwischen einer Tochter und ihrer Mutter. Absolut empfehlenswert und für mich besonders bewegend, deswegen muss ich einfach

4,5 Sterne 

vergeben !







Donnerstag, 28. September 2017

Wer hat Angst vor diesem Hotel?


Rezension zu "Grandhotel Angst" (Emma Garnier)


Titel:                     Grandhotel Angst 
Autor:                   Emma Garnier
Verlag:                  Penguin Verlag
Ausgabe:              Klappenbroschur 
Preis:                    13,00€



Seiten:                  320
Sterne:                 4




Inhalt: 

Die junge Nell und ihr Gatte reisen im Jahre 1899 an die ligurische Küste um dort ihre Flitterwochen zu verbringen und im berühmten "Grandhotel Angst" zu logieren. Nell ist sehr angetan von dem Luxus, welches dieses Hotel in sich birgt. Doch schon bald stirbt überraschend ein Hotelgast und die Legende um das Haus nimmt ihren Lauf. 
Steckt vielleicht sogar ihr Mann hinter den auf einmal mysteriösen Vorfällen? Bei ihren Nachforschungen gerät sie bald selbst unter Mordverdacht. Was hat es mit dem Ganzen auf sich? Kann Nell dies beenden und wird sie je die Wahrheit erfahren? Oder liegt auf dem Hotel doch ein Fluch? 


Meine Meinung: 

Der Klappentext hat mich dazu verführt, mich mit dieser Geschichte auseinander zu setzen und so musste ich unbedingt diesen Roman lesen. 

Gleich schon zu Beginn lernt man die atmosphärische Aura und das Flair des Hotels Angst kennen. Emma Garnier versteht es wirklich gut, Einblicke zu schaffen und die Spannung aufrecht zu erhalten. Die Seiten fliegen nur so dahin und man hat das Gefühl mitten im Geschehen involviert zu sein.
Ich bin begeistert von der Geschichte, von der Legende um das Hotel und von der einfachen, aber stets unterhaltsamen Sprache der Autorin. In dieser Hinsicht hatte ich viel Spaß beim Lesen und ich hätte mir gewünscht, dass noch mehr Szenen gestaltet worden wären. Denn kaum ist man mit den Gedanken und Gepflogenheiten vertraut, schon ist das Ende nah. 

Die vielen Wendungen, die offenen Fragen, die abstruse Art und Weise des Geschehenen und die Glaubwürdigkeit der Protagonistin haben mich, als intensiven Verfolger, dazu gebracht bei der Stange zu bleiben und selbst eine Lösung des Ganzen zu entwickeln. Aber mit einem solch vage gehaltenen und durchaus konfusen Ende hätte ich kaum gerechnet. 
Ich hatte den Eindruck, dass die Geschichte noch ein wenig ausbaufähiger gewesen wäre und hätte gerne noch mehr von den Neben-Charakteren, sowie den Schauplätzen erfahren. 

Dennoch eine spannende Roman-Idee und gerne mehr von Emma Garnier ! 


Fazit: 

Ich würde es sogar wagen, diesen Roman in die Sparte "Psychothriller" ein zu ordnen, denn es wird sehr mit der Psyche gespielt. Auch den Leser verwirrt man mit einigen gestellten Szenen. Die Spannung ist jedoch von Anfang an präsent und auch der Schreibstil kann sehr überzeugen. 

Mir hat das Lesen, das Miträtseln sehr großen Spaß bereitet und deswegen vergebe ich auch gerne ganze 


4 Sterne !! 










Mittwoch, 20. September 2017

Ein Schreibstil, der überzeugt


Rezension zu "Heute fängt der Himmel an" (Kristin Harmel)


Titel:                     Heute fängt der Himmel an 
Autor:                   Kristin Harmel
Verlag:                  Blanvalet Verlag
Ausgabe:              Taschenbuch 
Preis:                    9,99€



Seiten:                  416
Sterne:                 5






Inhalt:

Kurz nach dem Tod ihrer Großmutter Margaret erhält Emily ein wundervolles Gemälde, welches sie sehr fasziniert. Nicht nur erkennt sie darauf Margaret sondern die dazugehörige Notiz lässt sie plötzlich daran zweifeln, dass ihr Großvater, den sie nie gesehen hat, doch nicht aus freien Stücken gegangen sein kann. Und so macht sie sich auf die Suche nach dem Maler des Gemäldes, in der Hoffnung, der Wahrheit auf die Spur zu kommen. 


Meine Meinung: 

Ich bewundere immer und immer wieder Autoren, die es schaffen, eine solch wundervolle Atmosphäre in ihre Geschichten zu packen. Die Warmherzigkeit, die gefühlvolle Liebe und die Unendlichkeit des Lebens mit ein paar Zeilen so grandios erzählen zu können, lässt mich oft sprachlos zurück. 

Emily ist eine Person, die man einfach ins Herz schließen muss und ich habe sie so gerne bis zum Ende hin begleitet. Auch wenn die Geschichte zum Teil sehr viel Traurigkeit in sich birgt, hat man dennoch das Gefühl der Geborgenheit inne. Ich finde es fantastisch, dies mit einfachen Worten ausdrücken zu können und ich habe mich in den Schreibstil der Autorin regelrecht verliebt. 

Obwohl man anfangs schon so einiges erfährt und obwohl es keine wirklich großen Überraschungen in "Heute fängt der Himmel an" gibt, möchte man dennoch immer weiter lesen um ja nichts zu verpassen. Und es lohnt sich allemal, denn es liegen so viele Weisheiten und wundervolle Gefühle in zwischen den Zeilen. Ich fand es wunderbar jeden einzelnen Charakter kennen zu lernen und konnte mir jeden schon fast bildlich vorstellen. 

Die Zeitsprünge in die Vergangenheit und das Lesen der Briefe haben mir besonders viel Freude bereitet und so hoffe ich auf die nächsten Werke von Kristin Harmel. 


Fazit: 

Eine gefühlvolle, warmherzige und wunderbare Geschichte einer jungen Frau, die sich auf den Weg begibt, nicht nur ihren Großvater zu suchen, sondern auch sich selbst. 
Ein Schreibstil, der überzeugt und Charaktere, die begeistern. Ich fand diesen Roman einfach herzerwärmend und wunderbar ausgearbeitet und vergebe daher auch ganze 


5 Sterne !  








Mittwoch, 13. September 2017

Träume, Hoffnung, Liebe und Trauer vereint


Rezension zu "Solange die Hoffnung uns gehört" (Linda Winterberg)


Titel:                     Solange die Hoffnung uns gehört 
Autor:                   Linda Winterberg
Verlag:                  Aufbau Verlag
Ausgabe:              Taschenbuch 
Preis:                    12,99€



Seiten:                  471
Sterne:                 4,5




Inhalt: 

Die Angst vor dem NS-Regime zwingt die Jüdin Anni dazu, ihre Tochter Ruth mit einem Kindertransport nach England zu schicken. Kurz darauf bricht in Deutschland der Krieg aus und Anni kann das Land nicht mehr verlassen. Als Sängerin darf sie nicht mehr auftreten, in der gesamten Stadt ist sie nicht mehr gerne gesehen und so bleibt ihr nichts anderes übrig ihr Schicksal zu akzeptieren, auch wenn sie damit rechnen muss niemals wieder ihre Tochter in den Arm nehmen zu können. Wie wird es Ruth damit ergehen und hält Anni ihre Situation lange genug aus? Wird sich nach Ende des Kriegs doch noch alles zum Guten wenden? 


Meine Meinung: 

Wenn man ein Buch zuklappt und erstmal nicht wieder in die Realität zurückkehren kann; wenn man zunächst seine Gedanken ordnen muss und sogar die Tränen noch nicht versiegt sind, dann hat man einen aufwühlenden, zarten, voller Trauer und doch hinreißenden Roman von Linda Winterberg gelesen. Diese Autorin schafft es nun schon zum zweiten Male, dass ich am liebsten niemals hätte aufhören wollen mich in ihre Werke zu vertiefen und mich in die Art und Weise des Erzählens zu verlieben. Die Emotionalität und die Tiefe des Handelns und auch die Hauptcharaktere selber können einem nur faszinieren und lassen einem kaum noch los. 

Höchstens das Ende kam mir zu abrupt und ein wenig gefühlskälter rüber, aber das kann auch daran liegen, dass die vorhergehenden Ereignisse schon genug an Gefühlen und Unendlichkeiten der Liebe gespickt waren. Dennoch hätte ich gerne ein etwas ausführlicheres Ende verspüren mögen. 

Mit dieser Geschichte wird einem erst wieder so richtig bewusst, wie wichtig es ist, niemals die Hoffnung zu verlieren und an seinen Träumen und an seinem Leben fest zu halten. Ich freue mich schon auf die nächsten Bücher der Autorin, die ich mit Sicherheit alle sehr bewusst und mit Eifer verschlingen werde. 


Fazit: 

Ein gelungener Roman über Träume, Hoffnungen, Liebe und die Trauer. In einer Zeit, die voller Schmerz und Ungerechtigkeit vieler Menschen gegenüber geprägt wurde. Mit herausragenden und ausführlich gezeichneten Hauptcharakteren und einem Schreibstil, der einem mit reißt. Für mich wieder mal ein Highlight und deswegen hat "Solange die Hoffnung uns gehört" ganze 

4,5 Sterne 

verdient ! 









Samstag, 26. August 2017

Die Liebe wird nicht kleiner, wenn man zwei Menschen liebt


Rezension zu "Die Endlichkeit des Augenblicks" (Jessica Koch)


Titel:                     Die Endlichkeit des Augenblicks 
Autor:                   Jessica Koch
Verlag:                  Rowohlt Verlag
Ausgabe:              Taschenbuch 
Preis:                    9,99€



Seiten:                  320
Sterne:                 5




Inhalt: 

Samantha lernt zur gleichen Zeit Sebastian und Joshua kennen. Sebastian sitzt im Rollstuhl und Joshua hat tiefe Depressionen. Zunächst scheint sich Samantha nur für Sebastian zu interessieren, aber ihr Mitleid, welches sie für den kaputten Joshua empfindet, lässt es zu, dass sie sich ihm nahe fühlen möchte. Bald schon werden aus zwei sehr guten Freunden zwei Rivalen und Samantha´s Gefühlswelt gerät durcheinander. Kann man zwei Menschen gleichzeitig genau auf diesselbe Art und Weise lieben? Wie kann man sich für einen entscheiden oder gerät man darüber in Selbstzweifel und Verbitterung? 


Meine Meinung: 

Ich habe schon die Danny-Trilogie verschlungen und war enorm gespannt auf das neue Werk von Jessica Koch. Und was soll ich sagen? Ich bin nicht enttäuscht worden. Die Autorin versteht es einfach, eine neue Welt zu erschaffen, in der man ganz gefangen ist. Obwohl sich ihre Geschichten immer um Trauer, Verlust, Angst und Wut handeln, hat man dennoch nicht das Gefühl, von diesen Szenen herunter gezogen zu werden. Sondern eher aus ihnen zu lernen; sich selber mal sein eigenes Leben in Frage zu stellen. Der Schreibstil dient dazu wie eine Stütze und das Gleichgewicht seiner eigenen Gedanken. 

Ich empfand den Roman um Samantha, Sebastian und Joshua keineswegs traumatisch, obwohl ja einige schlimme Dinge passieren. Aber gerade zum Ende hin gaben mir die Protagonisten die Hand und spülten mich in Windeseile in eine Gedankenschleife fort. Ich bin beeindruckt von den Worten, die im Roman verewigt wurden und letztendlich enthielt die gesamte Situation auch eine für mich wichtige Lebensweisheit. 

Die Charaktere sind authentisch gezeichnet, man kann sie förmlich neben sich fühlen und auch mit ihnen empfinden. Auch wenn die Geschichte an sich ganz einfach gehalten wurde, sprudelt sie nur so vor Emotionen und Willenskraft. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und ich bin dieser Autorin einfach verfallen. 


Fazit: 

Wieder ein emotionales Werk von Jessica Koch. Einfach geschrieben, einfach gehalten und doch hebt sich diese Geschichte von vielen einfach ab. Wer bei diesem Roman keine feuchten Augen bekommt, sollte lieber zu einem anderen Genre greifen. Für mich ein Highlight und deswegen vergebe ich sehr gerne volle


5 Sterne !! 










Samstag, 12. August 2017

Die vergebliche Suche nach einem Hauch von Fantasy


Rezension zu "Am Abgrund des Himmels" (Sue-Ellen Pashley)


Titel:                     Am Abgrund des Himmels 
Autor:                   Sue-Ellen Pashley
Verlag:                  Gulliver Verlag
Ausgabe:              gebunden 
Preis:                    16,95€



Seiten:                  376
Sterne:                 2




Inhalt:

Grace zieht mit ihrer Großmutter von Sydney nach Bruny Island. Dort trifft sie den Nachbarjungen Nick und ist gegen ihren Willen von ihm fasziniert. Nicht nur, dass er gut aussieht, nein, er kann sich auch in einen Adler verwandeln. Doch Henry, Nicks Vater, ist gegen eine Beziehung zwischen den Beiden, denn das Verwandler-Gen wird nur weiter übertragen, wenn man eine Gestaltwandlerin zur Partnerin hat. Ist die Liebe zwischen Nick und Grace schon zu Anfang an zum Scheitern verurteilt oder gibt es vielleicht doch noch ein Happy-End? 


Meine Meinung: 

Ich habe mich sehr darauf gefreut einen unglaublich schönen und fantasiereichen Gestaltwandler-Roman lesen zu können. Da dies einer meiner bevorzugten Genres in Bezug auf Fantasy Geschichten ist. Aber ich wurde leider derbe enttäuscht. Im Grunde dreht sich hier nur um eine Liebesgeschichte, eine vor Kitsch triefende Schnulze a la Romeo und Julia, nur mäßiger und mit anderem Ende. 

Dieses Hin und Her zwischen den beiden Protagonisten und der nervige, unsensible Vater von Nick können ganz schön abschreckend wirken. Die Lust, die ich am Anfang des Buches beim Lesen verspürte wurde von Szene zu Szene weniger und das Ende mochte ich ja schon fast gar nicht mehr durchgehen. Erstens ist vieles zu vorhersehbar, langweilig erzählt und vor allen Dingen die Fantasy Elemente kamen viel zu kurz. Eigentlich hätte man diesen Aspekt auch weglassen können und der Roman hätte sich in der Abteilung der Liebesromane wieder gefunden. 

Einzig die Gedankengänge von Nick und Grace und manchmal auch Henry fand ich angebracht und haben mich das Buch zu Ende lesen lassen. Denn ich finde es immer interessant aus mehreren Sichtweisen wechseln zu können, dies empfinde ich in einem Buch als sehr außergewöhnlich. 

Auch einige Logikfehler, die ich nicht nachvollziehen konnte, verwirrten mich. Und zudem die Reaktionen eines angeblich liebenden Vaters waren doch meiner Meinung nach zu weit hergeholt. Dieses plötzliche "Sich Besinnen" schon fast absurd. 


Fazit: 

Kein richtiger Fantasyroman, eher ein kitschiger Liebesroman mit Protagonisten, die ihre Gefühle triefend ständig zur Schau stellen müssen. Mit Charakteren, die schwach gezeichnet wurden und mit einem Vater, dessen Gedankengänge schon fast absurd klingen. Die Wechsel zwischen den Sichtweisen der beiden Hauptcharaktere und die Tatsache, dass ich ständig darauf gehofft habe, dass nun endlich etwas großartiges passieren könnte, haben mich bis zum Ende durchhalten lassen. Leider konnte mich "Am Abgrund des Himmels" nicht überzeugen und somit kann ich auch nur 

2 Sterne 

vergeben ! 








Montag, 24. Juli 2017

Kein überzeugender Thriller


Rezension zu "Sag kein Wort" (Raphael Montes)


Titel:                     Sag kein Wort 
Autor:                   Raphael Montes
Verlag:                  Limes Verlag
Ausgabe:              gebunden 
Preis:                    19,99€



Seiten:                  320
Sterne:                 3


























Inhalt:

Als Téo auf einer Party Clarice entdeckt, verliebt er sich augenblicklich in das schöne Mädchen. Nach und nach versucht er sie davon zu überzeugen, dass sie beide zusammen gehören. Doch Clarice hat bereits einen Freund und auch kein großes Interesse an Téo. Trotz seiner ruhigen Art mag er sich nicht eingestehen, dass er verloren hat und greift zu extremen Mitteln: Er entführt Clarice. 


Meine Meinung: 

An Spannung mangelt es der Geschichte sicherlich nicht. Wobei man im weiteren Verlauf des Lesens bemerkt, dass immer und immer mehr Szenen vorkommen, die an Lächerlichkeit kaum zu überbieten sind. Und erst das Ende, ich bin echt sprachlos. Aber sprachlos der Unsinnigkeit und deren Bedeutung. 
Für mich kam es so vor als würde der Autor kein besseres Ende mehr finden können und hätte die Geschichte einfach nur beenden wollen. Ohne Sinn und Verstand meiner Meinung nach. 

Téo ist ja ein außergewöhnlicher Kerl und auch Clarice zählt nicht unbedingt zu den Mädchen, die sich normal verhalten. Die beiden treffen aufeinander und es musste sich ja unbedingt was nicht alltägliches entwickeln. Auch wenn natürlich Téo so ganz und gar nicht reagierte, wie andere junge Männer in seinem Alter. Dies verspricht, zumindest anfangs und auch zur Mitte hin ein Spitzenthriller zu werden. Ich kann mich auch nicht darüber beschweren, dass mir das Lesen leicht fiel oder ich wissen wollte wie sich das Verhalten der beiden Protagonisten noch steigern ließe. Dennoch kamen mir manche Stellen und Verhaltensweisen doch arg an den Haaren herbei gezogen vor. Ich konnte oftmals nur mit dem Kopf schütteln. 

Soll das Ende eigentlich ein Happy End darstellen? Bei solch einer Thematik? Bei solch abstrusen Verhaltensweisen und absichtlich herbei geführten schrecklichen Taten? Ich bin wirklich überfordert und mir ist völlig unverständlich, was mir diese Geschichte letztendlich sagen möchte oder wie ich darüber denken sollte. 

Ich war einfach nur enttäuscht, dass der Hype um dieses Buch für mich nicht  
ganz nachvollziehbar war und ich mir einfach soviel mehr erwartet hatte. 


Fazit: 

Ein Thriller mit unvorhersehbarem und nicht ganz ausgereiftem Ende. 
Ein Thriller mit einem Protagonisten, den man sogar öfter mal als liebenswert und gar nicht so böse bezeichnen möchte. 
Ein Thriller, der verunsichert und seine Leser fragend zurückblicken lässt. 
Ein Thriller, an dem ich anfangs großen Spaß hatte und ihn in dieser Zeit auch kaum aus der Hand legen wollte. 
Allerdings auch ein Thriller, der mich nicht ganz überzeugen konnte und mit dessen Entwicklung und weiteren Verlauf ich an keiner Stelle einverstanden war und so kann ich auch nur 

3 Sterne 

vergeben !!