Montag, 22. Mai 2017

Im Schatten des Meisterwerkes


Rezension zu "Belgravia" (Julian Fellowes)


Titel:                     Belgravia 
Autor:                  Julian Fellowes
Verlag:                C.Bertelsmann Verlag
Ausgabe:            gebunden 
Preis:                   19,99€



Seiten:                 448
Sterne:                3



Inhalt:

London im Jahre 1841: James Trenchard hat sich einen gewissen Wohlstand erarbeitet und dies tröstet ihn über all die leidlichen Jahre hinweg. Nur der Tod seiner Tochter vor über 25 Jahren wird nie aus seinem Gedächtnis verschwinden. Sie starb bei der Geburt ihres Sohnes. So sahen sich die Trenchards gezwungen den Jungen einem Geistlichen zu übergeben. Doch wie lange kann dieses Geheimnis noch bewahrt werden?


Meine Meinung: 

Da mir "Downton Abbey" so unglaublich gut gefallen hat war ich natürlich extrem neugierig auf das neueste Werk des Autors. Man merkt sofort, dass er sich darüber Gedanken gemacht hat, wie er ein ähnlich interessantes Szenario erwirken könnte. Und obwohl die Geschichte und auch die Protagonisten natürlich ganz anders erscheinen wie in seinem älteren Buch, erkennt man auf den ersten Seiten schon die vielen Parallelen. Im Endeffekt ist dies eine kleine Fortsetzung seines Meisterwerks nur mit anderen Charakteren, schlechteren Ausführungen und kaum interessanten Szenen. Die Vorhersehbarkeit war mir von Anfang an klar und mich konnten kaum noch Dialoge oder auch Situationen aufheitern oder hervorstechen.

Ich möchte damit sagen, dass mich die Geschichte einfach nicht mitreißen konnte und weder die Adelsherrschaften noch die Bediensteten für außergewöhnliche Auftritte sorgten. Keineswegs ist der Schreibstil schlecht, nein er konnte mich absolut mit in die Zeit reisen lassen, aber dennoch fehlten mir so einige AHA-Erlebnisse oder unvorhersehbare Ereignisse. Für mich kamen die meisten Personen in "Belgravia" plump und platt vor und ständig ein Gezeter und Gemaule, ein Hintergehen und Belügen.

Charles hätte doch auch schon längst erkennen müssen, wer sich da um ihn so stark bemüht. So naiv kann man ja schon fast gar nicht mehr sein. Und auch andere Protagonisten kamen mir entweder verlogen, lieblos oder gar bösartig vor. Natürlich sollte dies nicht dazu beitragen einen guten Roman zu bewerten. Aber wenn einem Leser nur solche Banalitäten oder unzufriedene Personen begegnen, dann macht es einfach nur halb soviel Spaß.


Fazit:

Für mich ein kleiner Flop, aber vielleicht auch kein Wunder, wenn man "Downton Abbey" gewöhnt ist. Die Geschichte konnte mich keinesfalls überzeugen, die Charaktere werde ich nicht vermissen und auch das Gesamtwerk wird nicht in meinen Erinnerungen verweilen. Einzig allein der gute Schreibstil und die düstere Atmosphäre des faszinierenden London zu jener Zeit haben mich nicht im Stich gelassen. Daher vergebe ich noch gute


3 Sterne ! 





Montag, 15. Mai 2017

Ein Roman fürs Herz


Rezension zu "Die Töchter des Roten Flusses" (Beate Rösler)


Titel:                     Die Töchter des Roten Flusses 
Autor:                  Beate Rösler
Verlag:                aufbau Verlag
Ausgabe:            Taschenbuch 
Preis:                   12,99€



Seiten:                 592
Sterne:                4,5




Inhalt:

Nach dem Tod ihrer Stiefmutter ist Tuyet zunächst erschüttert. Doch findet sie wenig später Briefe ihrer leiblichen Mutter aus Vietnam und empfindet auf einmal Missmut und Hass gegenüber der Frau, die sie groß gezogen hat. Weswegen nur hat sie die Briefe an ihren Vater zurückgehalten? 

Auf der Suche nach Antworten reist Tuyet von Frankfurt aus nach Hanoi, der Stadt am Roten Fluss. Hier lernt sie Linh kennen und ist plötzlich ihrer leiblichen Mutter näher denn je, näher als sie es erahnen kann. 


Meine Meinung: 

Ich fand es wunderbar in eine Welt abtauchen zu können, die ich noch nicht kannte. Denn man lernt unheimlich viel über Vietnam und deren Kultur kennen. Wie es damals war als Vietnam im Krieg stand und wie heutzutage das Leben dort verläuft. Wenn man als Autorin es fertig bringt einen Leser in seine Welt zu ziehen, dann hat man schon vieles geschafft. Auch die bildlichen Abläufe, die beim Lesen entstehen halte ich persönlich für ein großes Talent. 

Obwohl die Namen der Protagonisten schon oftmals schwierig zu merken waren, denn ich habe sehr viel verwechselt, hat mich keineswegs die Geschichte enttäuschen können. 

Warmherzig erzählt mit viel Gefühl, Traurigkeit aber auch Gemeinschaftsgefühl habe ich die vielen Stunden des Lesens genossen. Tuyet fand ich großartig, auch wenn mich erst ihre Art zu Anfang der Geschichte genervt hatte, aber sie wurde im Laufe dessen immer herzlicher, gefühlvoller und eine zart gereifte Frau. Ich hätte nur zu gerne noch gewusst wie es mit ihr und Alexander genau weitergehen würde, denn hiervon war nicht mehr ganz klar die Rede. 

Auch die Sprünge in die Vergangenheit und dann wieder in die Gegenwart haben mir sehr gefallen, denn ich bevorzuge generell dieses Genre. Man muss aber gerade dabei auf einiges achten und das hat Beate Rösler meisterhaft vollbracht. 


Fazit:

Ein wundervoller, zarter, gefühlvoller Familienroman über die Zeit in Vietnam und deren Kultur. Über eine junge Frau die ihre Karriere doch lieber der Familie widmet und so ihren eigenen Weg, den sie gehen möchte, findet. Über ein großes Geheimnis, dass man gerne erkunden möchte und über eine Geschichte, die einem mitten ins Herz treffen kann. Für mich ein wahres Lesevergnügen und deswegen vergebe ich zu gerne 


4,5 Sterne ! 








Samstag, 13. Mai 2017

Liebt er mich? Liebt er mich nicht?


Rezension zu "Sommer in Edenbrooke" (Julianne Donaldson)


Titel:                     Sommer in Edenbrooke 
Autor:                  Julianne Donaldson
Verlag:                Pendo Verlag
Ausgabe:            gebunden 
Preis:                   20,00€





Seiten:                 352
Sterne:                3





Inhalt:

Im Jahre 1816 in England: Marianne verbringt ihren Alltag bei ihrer Großmutter in Bath. Sie würde am liebsten ihrem aufsässigen Verehrer entkommen und ein aufregendes Leben führen.
Da kommt ihr die Einladung von ihrer Schwester Cecily gerade recht. Sie darf den Sommer über auf Edenbrooke verbringen. Dort lernt sie den attraktiven Erben des Landsitzes kennen und lieben. Doch kann sie ihn für sich gewinnen, wo doch eigentlich ihre Schwester ein Auge auf ihn geworfen hat?


Meine Meinung: 

Dass die Autorin über sich selber sagt, sie wäre eine hoffnungslose Romantikerin, merkt man sofort auf den ersten Seiten des Buches. Je weiter man eindringt in die Gefühlswelt von Marianne desto mehr bekommt man den Eindruck dies wäre ein Wunschtraum der Autorin. Natürlich wünscht sich sicher fast jedes junge Mädchen seinen Prinzen für sich zu gewinnen, in Reichtum und Sorgenlosigkeit umschwärmt zu werden, aber hey, davon muss ich nicht ganze 340 Seiten lang lesen.
Auch wenn ich selber romantisch veranlagt bin und gerne über die Liebesgewohnheiten der damaligen Zeit reinschnuppere, kam mir die Geschichte um Philip und Marianne doch sehr weit hergeholt vor. Und dann immer wieder diesselben Fragen oder Sorgen von ihr: Liebt er mich denn? Kann das denn sein? Ach ich darf ihm meine Liebe nicht zeigen. Das nervt nach einer Weile ganz gewaltig und kann ich nicht mehr ernst nehmen.

Ich habe mir gewünscht ein Feeling für Edenbrooke und das schöne England erhaschen zu können, aber das blieb leider komplett außen vor.

Marianne, das naive Mädel und Cecily, die unsympathische Schwester, die doch eigentlich Philip haben möchte, aber mit anderen Männern schmust und später nicht mehr Philip möchte. Marianne, die sich benimmt wie ein Kind, nicht wie eine erwachsene Frau und Philip, der unnahbare aber doch so hochgelobte Gentleman. Das ganz Buch trieft nur so von Klischees und für mich nicht nachvollziehbaren Situationen. Kein Flair kam bei mir auf, kein Mitgefühl oder Mitfiebern der Protagonisten und der Schreibstil konnte mich auch nicht gänzlich überzeugen.


Fazit: 

Die Geschichte um Marianne und Philip kam mir sehr gestellt vor und in manchen Situationen einfach zu überspitzt. Die Wunschgedanken und Träume einer Frau, die gerne Prinzessin wäre, hätten wahrscheinlich sogar noch niveauvoller gewirkt.
Ein Roman der mich nicht überzeugen konnte und mich eher an "Young Adult" erinnert geschweige denn an einen schönen, romantischen, stilvollen historischen Roman.

Daher vergebe ich auch nur

3 Sterne ! 








Freitag, 7. April 2017

200 Seiten weniger hätten auch gereicht


Rezension zu "Das Lied der Störche" (Ulrike Renk)


Titel:                     Das Lied der Störche 
Autor:                  Ulrike Renk
Verlag:                aufbau Verlag
Ausgabe:            Taschenbuch 
Preis:                   12,99€



Seiten:                 512
Sterne:                3,5






Inhalt:

Im Jahre 1920 in Ostpreußen: In der Nähe von Graudenz verbringt Frederike ihre glückliche Kindheit. Aber da ihre Zukunft ungewiss ist und sie keinerlei Erbschaft vorweisen kann, weiß sie nicht, wie ihr Leben einmal aussehen wird. Als sie schließlich den etwas älteren Ax von Stieglitz kennenlernt, verspürt sie doch eine gewisse Sympathie und vielleicht sogar Liebe zu diesem Mann. Doch Ax verhält sich zurückhaltend und Frederike wird den Gedanken nicht los, dass ihn ein Geheimnis umgibt.


Meine Meinung:

Am Anfang bis zur Mitte des Buches dachte ich mir, dass die eine sehr langatmige Geschichte werden wird. Aber es lohnt sich durch zu halten und bis zu Ende zu lesen, denn nun kann ich ehrlicherweise kaum den zweiten Band abwarten. Denn ich muss einfach wissen wie es mit Ax weiter geht. Man wird mit so vielen offenen Fragen zurückgelassen und wünscht sich einfach nur die Antworten herbei.

Zugeben muss ich allerdings, dass mich an dieser Geschichte vieles gestört hat. Zum einen die vielen Erzählungen, die zu nichts führen. Man hätte tatsächlich 200 Seiten weniger schreiben können. Und zum anderen (zur Erklärung: Ich bin Tierschützerin) die vielen Qualen und Jagden der Tiere. Ich konnte es schon nicht mehr hören. Hier eine Jagd, hier eine Schlachtung, hier ein Pferd erschossen, dann wieder eine Jagd und noch eine, so ging es fast kapitelweise weiter und das ist für mich eigentlich ein Grund nicht mehr weiter zu lesen. Aber der Schreibstil und auch die Geschichte von Frederike zu ihrer Liebe Ax wollten einfach erzählt werden. Ich kann mir vorstellen, dass Ulrike Renk es einfach nur anhand ihrer warmen Worte schafft einen Leser für sich zu gewinnen. Das halte ich ihr zu Gute.


Fazit:

Eine nette Ostpreußen Saga, die mit ihrem warmen Schreibstil seine Leser in den Bann ziehen kann. Obwohl langatmige Szenen und doch zuviel Tierleid für mich persönlich erwähnt wurden, möchte ich auch gerne den zweiten Band zur Hand nehmen. Allerdings konnte mich diese Geschichte, die ja auch auf wahren Begebenheiten beruht, nicht ganz überzeugen. Deswegen kann ich auch nur

3,5 Sterne 

vergeben !





Dienstag, 28. März 2017

Spannung bis zum letzten Wort


Rezension zu "Schatten" (U.Poznanski)


Titel:                     Schatten 
Autor:                  U.Poznanski
Verlag:                Rowohlt Verlag
Ausgabe:            Klappenbroschur 
Preis:                   14,99€



Seiten:                 416
Sterne:                4,5





Inhalt: 

Ein grausam zugerichteter Mann in seiner Wohnung. Eine Hebamme, die ertrunken im Bach gefunden wird. Zwei Fälle, die auf den ersten Blick nichts gemeinsam haben, aber nach einer Weile wird Ermittlerin Beatrice Kaspary klar, dass sie beide Opfer kannte und keinen davon leiden mochte. Was sollen die kleinen Hinweise bedeuten, die er bei seinen Opfern hinterlegt? Hat der Täter es auch auf sie abgesehen?


Meine Meinung: 

Obwohl es sich hier um den vierten Fall für Beatrice und Florin handelt, habe ich sehr gut in die Charaktere hineinfinden können. Man muss nicht immer alle Bände der Reihe nach lesen, um zu verstehen. Zumal ja jeder Band, zumindest was die Verbrechen angeht, in sich abgeschlossen sind. Gerne hätte ich aber die vorherigen Fälle verschlungen, denn was mir dieser Thriller an Spannung geboten hat, war schon erstklassig.

Zum einen den Leser von Anfang an so im Zaun zu halten ist schon ein Talent für sich. Auch wenn ich ab und zu vielleicht einen kleinen Verdacht hatte, wäre ich bis zuletzt doch niemals auf die Fährte des wahren Verbrechers gekommen. Aber die Art und Weise wie lange dies die Autorin verschwiegen hielt, sucht schon seinesgleichen. Manchmal hatte man das Gefühl, dass die Luft so dick vor Anspannung wurde, dass man sie kaum noch durchschneiden konnte.

Auch die Gefühle von Florin wurden so lebhaft geschildert, dass ich mich so wahnsinnig gut in ihn hinein versetzen konnte. Ich spürte förmlich seine Angst, seine Wut, sein Zerbrechen und dann doch wieder die Hoffnung, die in ihm keimte.

Beatrice hingegen kam mir viel zu cool vor. Allein in einem Verlies, nichtsahnend was mit einem geschehen wird und dann noch Gedanken an Fitnesstraining? Das kam mir ein wenig absurd vor und ihre Gefühle, Gedanken oder auch Ängste konnte ich weder spüren noch nachvollziehen. Ich glaube auch nicht, dass man gerade in solchen Situationen, in denen man annimmt, dass man sterben wird, fast verhungert oder verdurstet zu sein scheint, noch so gezielte Gedankengänge oder logische Schlussfolgerungen ziehen kann. Aber nun gut, das nur mal am Rande.

Im großen und ganzen ein fantastischer Thriller, der einem oft die Luft anhalten ließ, Bevor man nicht ansatzweise eine Ahnung haben könnte wer der Täter sei kann man gar nicht mehr das Buch aus der Hand legen. Jedenfalls ging es mir so.

Der Schreibstil der Autorin hat mir unglaublich gut gefallen. Sehr flüssig, spannend und dennoch nicht übertrieben. Sie hat es sogar geschafft, dass ich mir alle vorkommenden Personen merken konnte, das ist nicht häufig der Fall. Aber nur weil einige Autoren einfach einem keine Zeit lassen sich dem Charakter zu nähern und sie deswegen einem Schlag auf Schlag begegnen. Das empfand ich bei "Schatten" überhaupt nicht so.


Fazit: 

Der vierte Fall von Beatrice Kaspary und Florin Wenninger konnte mich in allen Facetten überzeugen. Der Schreibstil ist äußerst detailliert und extrem spannend. Die Story keineswegs platt oder übertrieben und man fliegt nur so durch das Geschehen. Ich habe die Lesestunden sehr genossen und deswegen vergebe ich auch sehr gerne

4,5 Sterne ! 




Sonntag, 26. März 2017

Wenn die Hoffnung stirbt, dann stirbt auch das Leben


Rezension zu "Dem Ozean so nah" (Jessica Koch)


Titel:                     Dem Ozean so nah 
Autor:                  Jessica Koch
Verlag:                Rowohlt Verlag
Ausgabe:            Taschenbuch 
Preis:                   9,99€



Seiten:                 368
Sterne:                5





Inhalt: 

Danny und Christina teilen das gleiche Schicksal. Obwohl Danny sehr erfolgreich und unabhängig ist, hat er sehr harte Zeiten hinter sich. Tina lebte die letzten Jahre auf der Straße und kommt kaum von ihrer Drogensucht los. Als die beiden sich in einer Therapiepraxis begegnen ist für beide relativ schnell klar, dass sie ohne den jeweils anderen nicht mehr in dieser Welt zurecht kommen.

Eine Geschichte über eine Freundschaft, die Mauern einstürzen lassen kann.
Eine Geschichte über eine Freundschaft, die alles überwinden kann.


Meine Meinung: 

Erst war ich davon überzeugt, dass es nicht unbedingt zu dieser Reihe auch noch ein drittes Buch geben muss. Aber ich habe mich geirrt, denn wenn man Christina richtig einschätzen möchte, dann muss man auch ihre Gedanken und ihr vorheriges Leben verstehen können. Genau wie Daniel hat auch sie in jungen Jahren erfahren müssen, wie es ist vom eigenen Vater sexuell belästigt zu werden. Ich kann kaum Worte fassen wie verabscheuend ich solche Menschen finde. Wie kann man seinen eigenen Kindern soviel Schmerz und Leid zufügen?

Wenn man als Leser sich richtig in die Gedankenwelt von beiden Charakter fallen lässt, kann man förmlich das Leid um sie herum und die Tragik der letzten Jahre spüren und das macht diese Reihe, dieser Abschlussband, zu etwas ganz besonderem. Jessica Koch findet meiner Meinung nach immer die richtigen Worte, viele kleine Anekdoten oder Weisheiten tragen noch dazu bei, dass sich dieses Buch gefühlsmässig stark von anderen Romanen, auch wenn sie wahr sind, abheben. Vieles hallt noch nach und auch wenn man dieses Buch zuklappt, kann man nicht sofort seine eigenen Gedanken wieder richten.

Mir gab diese Geschichte sehr viel, sehr viel, selber über mein Leben nach zu denken und vielleicht doch in manchen Situationen anders zu reagieren. Wenn man eine solch starke, liebevolle Freundschaft ebenso erleben darf, dann hat man schon viel im Leben gewonnen.

Wenn ich solche Sätze lese:

"In guten Zeiten ist Händchenhalten einfach. In schlechten Zeiten nicht loszulassen, darauf kommt es an",

dann habe auch auch spätestens jetzt begriffen, dass eine wahre Freundschaft und ihr Bestehen mehr wert ist als alles andere auf dieser Welt.


Fazit:

Eine wundervoll berührende Geschichte über eine Freundschaft, die es selten gibt. In Danny und Christina findet man Charaktere, die man einfach liebgewinnen muss.
Eine Geschichte, die einem als Leser einfach in eine Welt eindringen lässt, die auch grausam sein , aber von der man viel lernen kann.
Der Schreibstil überzeugt mit Worten, Weisheiten und einer Leichtigkeit zu einem heiklen Thema und deswegen kann ich auch nur ganze


5 Sterne ! 

vergeben ...






Samstag, 25. März 2017

Die Wahrheit ist nicht immer leicht von Lügen zu unterscheiden


Rezension zu "Caraval" (Stephanie Garber)


Titel:                     Caraval 
Autor:                  Stephanie Garber
Verlag:                ivi/Piper Verlag
Ausgabe:            Klappenbroschur 
Preis:                   14,99€



Seiten:                 400
Sterne:                4




Inhalt:

Scarlett lebt auf einer abgeschiedenen Insel. Ihr Vater ist unglaublich gewalttätig ihr und ihrer Schwester gegenüber. Sie sehnt sich nach einer sicheren Zukunft und würde gerne sofort ihre Heimat verlassen.
Als eines Tages endlich eine Einladung von Legend, dem magischen Meister und Herrscher über Caraval, eintrifft und er die beiden Geschwister zu einem Spiel dorthin einlädt, riecht Scarlett endlich ihre Freiheit. Doch Caraval entpuppt sich ganz anders wie erwartet. Dunkle Machenschaften, Geheimnisse und sogar der Tod lauern in dieser magischen Welt und Scarlett weiß bald nicht mehr, wem sie noch trauen kann und wem nicht. Welche Lüge die Wahrheit scheint oder welche Wahrheit eher gelogen ist.
Schafft sie das Spiel für sich zu gewinnen und einen Wunsch äußern zu dürfen oder wird sie nie wieder ihre Schwester finden können, die seit dem Betreten dieser Welt plötzlich verschwunden scheint?


Meine Meinung: 

Ich entscheide mich immer wieder dazu auf einen Fantasy-Roman zu greifen, obwohl ich ja von vornherein wissen müsste, dass in fast allen dieser Art die Charaktere doch nicht sterben, dass das ganze Szenario eigentlich unwirklich erscheint. Dies war natürlich auch bei "Caraval" der Fall, aber dennoch hatte ich enorm großen Spaß beim Lesen. Und auch ich selber bin immer wieder auf Situationen hereingefallen, die sich dann doch ganz anders darstellten. Auch die Liebe zwischen Julian und Scarlett konnte mich begeistern. Ich fand es schön wie diese Liebelei geschildert wurde.

Der Schreibstil liest sich extrem fließend, ein warmer Unterton und sehr beruhigend, obwohl doch das Setting sehr aufregend geschildert wurde. Die Geschichte an sich konnte mich nun nicht unbedingt komplett einnehmen, aber dennoch habe ich das magische Flair spüren können. Mir hat auch unglaublich gut gefallen, dass Verwirrungen, Irrungen und auch Lügen selbst den Leser an sich ganz konfus gemacht haben. Die Wahrheit ist nicht immer leicht von Lügen zu unterscheiden.

Scarlett, Tess und Julian haben diesen Roman mit ihrer Liebenswürdigkeit und ihrem Charme bereichert. Ich hatte das Gefühl alle 3 selber zu kennen und somit lässt es sich auch leichter in die gesamte Welt fallen. Man vergisst das ganze Drumherum und lebt für viele Stunden einfach in selber in "Caraval".


Fazit:

Schöne Fantasy-Geschichte mit magischem Flair. Die Protagonisten sind was ganz besonderes und wenn man sich in diese Welt fallen lässt hat man für viele Stunden garantierten Lese-Spaß. Da das Ende aber dann doch wieder für mich persönlich kaum von anderen Geschichten dieser Sparte zu unterscheiden schien, würde ich gerne einen Punkt bei meiner Bewertung abziehen und "Caraval" hiermit sehr gute

4 Sterne ! 

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